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Seidl Wilhelm

Mollardgasse 85a/3
1060 Wien

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Öffnungszeiten

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Unser Berufszweig

Ursprünglich gab es den Gürtler und den Metalldrücker. Beides sind Lehrberufe mit drei Jahren Ausbildung mit Modularer Lehre (Betrieb und Berufsschule) sowie einer Meisterprüfung.

Später schlossen sich Gürtler, Metalldrücker sowie weitere Berufe wie Graveur, Flexograph und Metallgießer in einer gemeinsamen Innung unter dem Begriff Metalldesigner zusammen.

Im Zuge der letzten Wirtschaftskammerreform wurden weitere Metallberufe wie Schlosser, Schmiede, Landmaschinentechniker usw. unter dem Titel Metalltechniker zusammengefasst. Jede Berufssparte bleibt jedoch eine eigenständige Berufsgruppe mit eigener Berufsschulausbildung.

 

Der Gürtler

Die Berufsbezeichnung GÜRTLER ist ein wenig verwirrend, denn man denkt natürlich sofort an Mode-Gürtel und Schnallen. Das ist im herkömmlichen Sinn eigentlich richtig, denn in den vergangen Jahrhunderten war der Gürtler damit beschäftigt, kunstvoll bearbeitete Spangen und Schnallen, welche getrieben, gehämmert und ziseliert wurden, für die Pferdegeschirre anzufertigen. Man denke nur an die prunkvollen Zaumzeuge der damaligen Pferdekutschen.

Heute kann man den GÜRTLER grundsätzlich in zwei Produktrichtungen einteilen:

Da gibt es den sogenannten „Lustergürtler“, welcher sich hauptsächlich mit der Fertigung von Beleuchtungskörpern befasst. Man denke an die verschiedensten Kristallluster, klassisch wie auch modern, sowie alle Arten von Beleuchtungen, auch mit der jetzt modernen LED-Technik.

Gearbeitet wird nach Entwürfen, Zeichnungen oder bereits vorhandenem Muster. Die Arbeitstechnik umfasst das Zuschneiden, Biegen, Verformen, Löten, Treiben und Ziselieren von Blechen und Profilen aus den verschiedensten Metallen wie Kupfer, Messing, Alu, Niro sowie auch Silber.

Des weiteren gibt es den „sakralen“ Gürtler. Er stellt unter anderem Kirchengeräte her. Man denke nur an Tabernakel, Kelche, Monstranzen usw.

 

Der Metalldrücker

Bei diesem Begriff ist der Laie genauso verwirrt wie beim Gürtler. Einfach erklärt: Der Metalldrücker stellt Hohlkörper aus verschiedensten Blechen in runder Form her, zum Beispiel eine runde Blechdose mit dazupassendem rundem Deckel, Vasen, Halbkugeln aus Blech, Schalen, aber selbstverständlich auch Produkte aus dem technischen Bereich wie Scheinwerferringe, Radzierblenden für Oldtimer, Lusterrosetten, Pendellinsen für Uhren und vieles mehr.

Der Metalldrücker stellt zunächst nach einer Zeichnung oder einem vorhandenen Muster ein Holzmodell her. Dieses wird auf der Drückbank (ähnlich einer Drechselbank) gedrechselt. Bei größerer Stückanzahl werden diese sogenannten „Futter“ auch in Kunststoff oder Stahl gedreht.

Eine Blechscheibe wird kreisrund zugeschnitten, zwischen dem Futter und dem Reitstock eingespannt und bei laufender Maschine mit Handwerkzeugen über die rotierende Form gedrückt.

Dies erfordert einen nicht zu unterschätzenden Kraftaufwand gepaart mit viel Feingefühl für die verschiedensten Metalle und Arbeitsschritte.

Gürtler und Metalldrücker in Wien